Schwangerschaftsabbrüche in Karlsruhe 

In Anlehnung an die Petition „Wir fordern Schwangerschaftsabbrüche am Städtischen Klinikum für alle ungewollt Schwangeren“ des Karlsruher Bündnisses für das Selbstbestimmungsrecht der Frau* fordern wir als Grüne Jugend Karlsruhe, dass Informationen zum Schwangerschaftsabbruch leichter zugänglich gemacht werden. Zudem sollen die Kapazitäten für die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen erweitert werden. Die Terminfindung für Beratungsgespräche und den eigentlichen Eingriff müssen möglichst unkompliziert gestaltet werden. 

Bislang wird eine Abtreibung (ungewollt) Schwangeren absichtlich erschwert. Schwangerschaften werden nicht immer sofort bemerkt. Bis eine Frau überhaupt über ihre Schwangerschaft Bescheid weiß, können mehr als vier Wochen vergehen. Die Menstruation kann auch trotz Schwangerschaft einsetzen, während das Ausbleiben der Menstruation nicht unbedingt auf eine Schwangerschaft hindeuten muss. Im Falle einer ungewollten Schwangerschaft muss die Frau einen Termin zur Beratung vereinbaren. Mit dem nach 3 Tagen erstellten Beratungszertifikat kann die Frau schließlich den Eingriff vornehmen lassen. Mindestens drei Hürden, welche es der (ungewollt) schwangeren Frau erschweren, in der knappen Zeit bis zur 12. Schwangerschaftswoche einen Abbruch tatsächlich durchführen zu lassen. 

Erst kürzlich wurde § 219a des Strafgesetzbuches abgeschafft, der es unter Strafe gestellt hat, Informationen über die Methoden, Durchführung und Risiken von Abbrüchen öffentlich zu machen. Derartige Aufklärungsarbeit durch Ärzt*innen wurde mit verbotenem Werben für Abbrüche gleichgesetzt. 

Die Abschaffung des § 219a StGB ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Es existieren jedoch weiter die §§ 218 ff. des Strafgesetzbuches, die ebenso wie § 219a StGB ein veraltetes Frauenbild repräsentieren und Frauen kriminalisieren, anstatt sie in einer selbstbestimmten Entscheidung zu unterstützen! Die Gesetze im Strafgesetzbuch stammen aus einer Zeit, in der Frauen eine untergeordnete Rolle gespielt haben und das Patriarchat das Leben bestimmt hat. So wie an vielen Stellen leider heute noch. Daher ist es jetzt an der Zeit, auch das Recht der Schwangerschaftsabbrüche endlich zu erneuern und einem selbstbestimmten Frauenbild anzupassen!

Schwangerschaftsabbrüche stehen grundsätzlich unter Strafe, sowohl für durchführende Ärzt*innen als auch für die schwangere Frau. Das heißt, Frauen, die sich gegen ein Kind entscheiden, werden kriminalisiert!  Die §§ 218 ff. StGB stehen im selben Kapitel wie § 211 StGB Mord im Strafgesetzbuch. 

Nach aktueller Gesetzeslage ist ein Schwangerschaftsabbruch nur unter strengen Voraussetzungen straffrei: 

  1. nach der Beratungsregelung (nach Beratung in einer zugelassenen Beratungsstelle, die ein erforderliches Beratungszertifikat für die Abtreibung ausstellt, wenn der Abbruch bis zur 12. Schwangerschaftswoche vorgenommen wird), 
  2. nach medizinischer Indikation (Gesundheit des Fötus und/oder der schwangeren Frau ist gefährdet),
  3. nach kriminologischer Indikation (Vergewaltigung, wenn der Abbruch bis zur 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt wird).

Am Karlsruher Klinikum werden nur Schwangerschaftsabbrüche nach medizinischer und kriminologischer Indikation (d.h. nach obiger Ziffer 2 und 3) durchgeführt.

(Quelle: https://www.change.org/p/an-den-aufsichtsrat-des-städtischen-klinikum-karlsruhe-und-seine-vorsitzende-schwangerschaftsabbrüche-für-alle-ungewollt-schwangeren-am-städtischen-klinikum-karlsruhe)

Bundesweit wurden 309 öffentliche Kliniken mit Gynäkologie in einer Befragung erfasst. Die Verteilung der durchgeführten Schwangerschaftsabbrüche verteilt sich folgendermaßen auf die Indikationen:

  • Beratungsregelung: 18 Kliniken in Baden-Württemberg (118 Kliniken in Deutschland)
  • Medizinisch: 35 Kliniken in Baden-Württemberg (178 Kliniken in Deutschland), Karlsruhe gehört ebenfalls dazu 
  • Kriminologisch: 20 Kliniken in Baden-Württemberg (134 Kliniken in Deutschland), Abweichung zu Petition: Karlsruhe taucht nicht in der Liste der Quelle (s.u.) auf

(Quelle: https://correctiv.org/aktuelles/gesundheit/2022/03/03/keine-abtreibungen-in-vielen-oeffentlichen-kliniken/#staedtisches-klinikum-karlsruhe, Von Antonia Groß, Jonathan Sachse, Max Donheiser, Miriam Lenz und Sophia Stahl, Stand: 03.12.2021)

Die öffentliche Daseinsvorsorge für Frauen in Karlsruhe und Umgebung ist folglich unzureichend. Das Recht auf angemessene Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht, somit auch ein Frauenrecht. Wer heute sein Recht auf körperliche Selbstbestimmung durchsetzen will, muss sich Sorgen über eine Geldstrafe und/oder Freiheitsstrafe machen? Ja, richtig gehört – obwohl wir uns aktuell im 21. Jahrhundert befinden! 

Als Grüne Jugend Karlsruhe fordern wir, dass das Klinikum Karlsruhe ebenfalls Schwangerschaftsabbrüche nach der Beratungsregelung sowie nach kriminologischer Indikation durchführt. Zudem fordern wir eine komplette und ersatzlose Streichung der § 218 – § 219 StGB. Die Entscheidung über Schwangerschaftsabbrüche hat nichts im Strafgesetzbuch zu suchen, sondern muss jeder Frau selbst überlassen sein! 

Das ambulante gynäkologische OP-Zentrum am Klinikum Karlsruhe muss seiner solidarischen Pflicht nachkommen, Schwangerschaftsabbrüche anzubieten. Dabei hilft es auch nicht, auf die aktuelle Überlastung in den Kliniken hinzuweisen. Diese besteht schon seit Jahren und hat sich durch die COVID-19-Pandemie nun noch weiter verstärkt. Dies entbindet das öffentliche Klinikum jedoch nicht von der Pflicht, den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen in Karlsruhe sicherzustellen! Hier geht es um fundamentale Rechte! 

Als wichtige Ausbildungsstätte in Baden-Württemberg muss das Klinikum eine Vorbildfunktion einnehmen und das Durchführen von Schwangerschaftsabbrüchen in die fachärztliche Ausbildung aufnehmen. Darüber hinaus ist es wichtig, die Thematik rund um Abtreibung in die Schulbildung aufzunehmen, wo es in mehreren Fächern aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und diskutiert werden sollte.

Außerdem verlangen wir, dass die Stadt und das Karlsruher Klinikum auf ihren Webseiten über die nach der aktuellen Regelung notwendigen Schritte von der Beratung bis zur Abtreibung zu informieren. Anlaufstellen, Beratungsstellen, Kliniken und Arztpraxen in der Umgebung sollen aufgelistet werden. Eine solche Liste ist zum Schutz aller Beteiligten höchst vertrauenswürdig zu behandeln. Daher soll die Liste nur schwangeren Frauen, die eine Abtreibung in Erwägung ziehen, zugänglich gemacht werden. Mit der Bereitstellung von Informationen soll das Vorgehen  bei einem Schwangerschaftsabbruch für die Betroffenen transparent gemacht werden.

Wir können nicht zulassen, dass ein Schwangerschaftsabbruch aufgrund fehlender Kapazitäten nicht vorgenommen wird. Die Stadt muss dafür sorgen, dass jede Frau in Karlsruhe und der näheren Umgebung einen Termin für den Eingriff im Karlsruher Klinikum erhält. Die Verantwortung darf nicht auf kleine, private Praxen abgeschoben werden, die bereits durch den alltäglichen Betrieb überlastet sind. Abtreibungen nach Beratungsindikation fallen nach Aussage des Klinikums Karlsruhe in das Aufgabenfeld der ambulanten Versorgung. Da das Karlsruher Klinikum eine ambulante Gynäkologie aufweist, sehen wir das Klinikum in der Pflicht, Schwangerschaftsabbrüche auch nach Beratungsindikation vorzunehmen. Außerdem besitzt das Klinikum die notwendige Ausstattung und Qualifikation, Schwangerschaften nach allen Indikationen abzubrechen und die privaten Praxen zu entlasten und zu unterstützen. 

Wir fordern den Karlsruher Gemeinderat auf, unsere Anliegen in die Sitzungen einzubringen. 

Wir freuen uns über einen Austausch und Unterstützung unserer Forderungen. 

Berlin-Fahrt

Am 08.06 brechen wir als die GRÜNE JUGEND Karlsruhe vom Karlsruher Hauptbahnhof auf, um eine 5-stündige Bahnfahrt nach Berlin zu unternehmen. Organisiert vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung und ermöglicht durch Bundestagsabgeordnete Zoe Mayer, stehen uns dann 4 Tage bildungspolitische Reise in der Hauptstadt bevor. Sobald wir aus dem ICE aussteigen, startet auch schon direkt das Programm: Ein paar hundert Meter vom HBF in Berlin entfernt steht das Reichstagsgebäude, in dem wir nach einem ausführlichen Sicherheitscheck den Plenarsaal und die Kuppel anschauen und vor Ort nicht nur über die Geschichte des Hauses, sondern auch viel über Zoes Arbeit als Abgeordnete erfahren. Was der Unterschied zwischen einer ordentlichen und stellvertretenden Mitgliedschaft in einem Ausschuss ist und wie die Erkenntnisse der Wissenschaft in Gesetzesentwürfen miteinbezogen werden, bilden nur wenige der Fragen ab, die uns hier beantwortet wurden. Auch bei dem Treffen mit dem Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND am darauffolgenden Tag, war der Einfluss der jungen Politker:innen im Parlament eines der Hauptthemen. Genauso wurde bei diesem Treffen aber auch über aktuelle politische Themen wie den Krieg in der Ukraine oder die Auswirkungen der Inflation in Hinblick auf junge Menschen diskutiert. Am selben Tag waren wir außerdem bei der Landesvertretung Baden-Württemberg zum Mittagessen eingeladen, wo sich stark darum bemüht wurde, dass uns nicht schon am zweiten Tag der Reise das Heimweh packt: Zu trinken gab es alkoholfreien Cider aus „THE LÄND“ und der Speisesaal war mit Porzellan aus der Majolika geschmückt.
Am letzten Tag vor unserer Abreise durften wir schließlich auch noch den „Checkpoint Ernährung“ vom Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung besuchen, wo sich Mitarbeiter*innen des Ministeriums sich unseren vielfältigen Fragen stellten. Für viele von uns das Tageshighlight, denn die meisten von uns hatten brennende Fragen unter den Nägeln von „Wie sinnvoll ist der Nutri-Score denn jetzt wirklich?“ bis hin zu „Wie werden die Höchstbeifangmengen von Dorsch in den einzelnen Fischereibetrieben sichergestellt, um den EU-Vorgaben zu entsprechen?“, sodass die ursprünglich eingeplante Zeit gar nicht ausreichte. So wie im Checkpoint Ernährung ging es uns aber auch insgesamt mit der BPA-Fahrt: Ein absolut tolles Erlebnis, aber gegen ein paar Tage länger in Berlin, um noch mehr über die Politik im Regierungsviertel zu erfahren, dagegen hätte niemand etwas gehabt. Wir freuen uns also, irgendwann mal wieder mit Zoe eine solche Fahrt unternehmen zu dürfen.

Stadtspaziergang für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Am 26.04.2022 habe wir als Grüne Jugend Karlsruhe in unserem Aktiventreffen einen Spaziergang durch die Karlsruher Innenstadt unternommen, um auf Problemstellen im Verkehr, insbesondere für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen hinzuweisen. Insgesamt 30 Stellen haben die 14 Teilnehmer:innen direkt über die kostenlose App „KA-Feedback“ an die Stadtverwaltung gemeldet und hoffen, dass sich hier schnell etwas ändert. Zum Beispiel wurde auf fehlende Fahrradstellplätze, zu enge Radwege oder fehlende Fußgängerquerungen aufmerksam gemacht. „Fußgänger:innen und Radfahrer:innen haben in Karlsruhe immernoch nicht den Raum, den wir für eine echte Verkehrswende brauchen“, so Benjamin Janke, 19. Die Mitglieder des neu gegründeten Arbeitskreises Verkehr kritisieren zudem, dass in den Fahrradstraßen immernoch zu viele Autos fahren und Fahrradfahrer:innen durch die vielen dort parkenden Autos stark eingeschränkt würden. Durch die Aktion sollen auch Bürger:innen dazu angeregt werden, selbst Gebrauch von der „KA-Feedback“-App zu machen, um auf fußgänger- und fahrradunfreundliche Stellen in Karlsruhe aufmerksam zu machen.

Stellungnahme zur Erforschung und Versorgung der Krankheit ME/CFS in Baden-Württemberg

Wir haben eine Stellungnahme zum Forschungs- und Behandlungsmangel bei ME/CFS in Baden-Württemberg verfasst, die im unteren Abschnitt heruntergeladen oder direkt im Browser gelesen(auf den Titel der Stellungnahme klicken) werden kann.

„ME/CFS [Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom] ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung, die oft zu einem hohen Grad der körperlichen Behinderung führt. ME/CFS-Erkrankte haben eine sehr niedrige Lebensqualität. Ein Viertel aller Patient*innen kann das Haus nicht mehr verlassen, viele sind bettlägerig und schätzungsweise über 60 Prozent arbeitsunfähig. In Deutschland sind etwa 250.000 Menschen betroffen, darunter 40.000 Kinder.“ ME/CFS bricht meistens nach Virusinfektionen aus und kann vermutlich jeden treffen.

Die Stellungnahme wurde aus Sicht eines Betroffenen formuliert

RDK 7 stilllegen, Stellungnahme der Grünen Jugend Karlsuhe

Für das in Karlsruhe ansässige Kohlekraftwerk ist für den Weiterbetrieb eine neue wasserrechtliche Genehmigung erforderlich. Wir fordern, dass diese Genehmigung nicht erteilt und das Kraftwerk stillgelegt wird. 

Das Kohlekraftwerk RDK 7 ist inzwischen veraltet. Es besitzt keine eigene Kühlanlage. Das durch das Kraftwerk erwärmte Wasser wird direkt wieder in den Rhein eingeleitet. Der schon durch den Klimawandel stark erwärmte Rhein wird so noch stärker erhitzt. Darunter leiden die Tiere und Pflanzen im Rhein, die diese Temperaturen nicht gewöhnt sind.

Weiterhin leitet das Kraftwerk Schadstoffe in den Rhein, darunter Quecksilber, Chrom und Blei (https://karlsruhe.bund.net/fileadmin/karlsruhe/Meldungen/Klimacamp_2021_RDK_Wassergenehmigung__end_.pdf). Hier werden allerdings die Grenzwerte noch eingehalten. 

Der vorgeschriebene PH-Wert des Wassers wird allerdings nicht eingehalten und regelmäßig überschritten. Diese Überschreitung stellt eine weitere Belastung für die Natur dar. 

Kohlestrom ist allgemein nicht mehr zeitgemäß und verstärkt den Klimawandel weiter. Diese Energieerzeugungsform ist teuer, im Falle des RDK 7 unflexibel (das Kraftwerk braucht mehrere Tage um hoch- und wieder runterzufahren) und durch erneuerbare Energien relativ einfach zu ersetzen. Der IPCC Bericht und das aktuelle Urteil des Bundesverfassungsgerichts machen klar, dass die Maßnahmen zum Klimaschutz SOFORT erfolgen müssen, damit sie noch Wirkung zeigen können. Das Kraftwerk hat keine Zukunft und sollte daher so schnell wie möglich, also sofort, stillgelegt werden!  

Unterschreibt die Petition zur Stilllegung des RDK 7 unter folgendem Link: https://www.openpetition.de/petition/online/die-chance-das-karlsruher-enbw-kohlekraftwerk-rdk7-in-kuerze-stillzulegen

Stellungnahme der Grünen Jugend Karlsruhe zur Sanierung des Badischen Staatstheaters

Die Sanierungskosten des Staatstheaters haben sich von den, in einem externen
Gutachten vom Juli 2017 bestätigten Vollkosten von bis zu 325 Mio. € auf nun geschätzte
500 Mio. € erhöht. Auf Grund dieser enormen Kostensteigerung und den aktuell dazu
geführten politischen Diskussion, inklusive Forderungen nach einem Neubau, hat sich die
Grüne Jugend Karlsruhe dazu entschieden, zu diesem Thema Stellung zu beziehen.
Kultur ist mehr als Unterhaltung, sie ist Bildung, ein Spiegel der Gesellschaft und regt zur
kritischen Beobachtung aktueller Entwicklungen an. Das Badische Staatstheater ist ein
wichtiger Raum, in dem kultureller Austausch stattfinden kann, weswegen wir es als
erhaltungswürdig erachten.


Die hohen Kosten der Sanierung erfordern ganz besonders eine Inklusion aller
Bevölkerungsgruppen im neu sanierten Staatstheater, da auch alle Bevölkerungsgruppen
an der Finanzierung beteiligt sein werden. Damit Menschen aus verschiedensten
Bevölkerungsgruppen im Staatstheater zusammenkommen, muss gewährleistet sein,
dass sich sowohl jede Person einen Besuch im Badischen Staatstheater leisten kann, als
auch, dass die Angebote des Staatstheaters die Vielfalt der Menschen in Karlsruhe
widerspiegelt. Wir wünschen uns das Staatstheater zukünftig als lebendigen Mittelpunkt
der Stadt Karlsruhe. Dafür schlagen wir vor zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten wie
Lernplätze oder die Nutzung für externe kulturelle Veranstaltungen zu prüfen. Die
bisherigen Studien bezüglich Nachfrage und Attraktivität des Badischen Staatstheaters
sollten in einem Zweijahresrhytmus im Hinblick auf bisher unterrepräsentierte Gruppen,
inklusive Verbesserungsvorschläge, erweitert werden.


Aktuell gibt es keine öffentlich zugängliche Aufschlüsselung der Kosten, was es für die
Karlsruher Bevölkerung schwierig macht, die Baumaßnahmen hinsichtlich ihrer Relevanz
und ihrer Notwendigkeit zu bewerten. Aus bisherigen anderen Großprojekten sind enorme
Kostensteigerungen bekannt und auch die Kosten der Sanierung des Staatstheaters
haben sich bereits von ursprünglich geschätzten 125 Mio. € (2014) auf aktuell
geschätzten 500 Mio. € erhöht. Daher fordern wir die Veröffentlichung eines externen
Gutachtens, welches die Baukosten detailliert aufschlüsselt und mögliche spätere
Zusatzkosten benennt. Des Weiteren fordern wir, dass sich der Karlsruher Gemeinderat
aktiv für eine Verhinderung weiterer Kostensteigerungen einsetzt.
Wir erwarten, dass für die Finanzierung des Staatstheaters, trotz der sehr hohen Kosten,
nicht in anderen wichtigen Bereichen des städtischen Haushalts gespart wird. So sind
zum Beispiel weitere Investitionen in Klimagerechtigkeit, bezahlbaren Wohnraum aber
auch Bildung und Mobilitätswende essentiell und dürfen auf keinen Fall wegen der
Sanierung des Staatstheaters reduziert werden.


Zusammengefasst fordert die Grüne Jugend Karlsruhe:
◦ dass das neu sanierte Staatstheater allen sozialen Gruppen zu Gute kommt.
◦ eine transparente und genaue öffentlich einsehbare Darstellung der
Sanierungskosten
◦ keine Einsparungen im städtischen Haushalt an anderer Stelle (Klimaschutz,
bezahlbarer Wohnraum usw.

Mehr Feminismus für morgen

Warum haben wir denn überhaupt eine Feminismus-Debatte? Können wir nicht einfach sagen, alle Menschen sind gleich, unabhängig vom Geschlecht? Das Gender-Sternchen eine Selbstverständlichkeit, keine Lücke bei der Bezahlung und Parität in den Berufen?

Viele machen es sich so einfach, aber so darf es  nicht in einer pluralistischen Demokratie sein. Deswegen brauchen wir eine gesunde Informationskultur, Diskussionen und öfters auch ein Streitgespräch. Genau darum sind wir als Grüne Jugend (GJ) das Thema beim Aktiventreffen am 13.04.2021 gemeinsam mit der GJ Stuttgart angegangen.

Aber keinesfalls in der Form eines trockenen Online-Vortrags. Der Vorstand der GJ Karlsruhe hat sich etwas einfallen lassen, um mehr Interaktion und Elan zu ermöglichen. Ein feministisches Pub-Quiz, mit den Mitgliedern der Ortsgruppe in Karlsruhe sowie Stuttgart und wichitgen Fragen wie:

Woher kommt das Wort Feminismus, wann wurde es zum ersten Mal verwendet? Welche Frauenbewegungen gab es in der Geschichte? Wer sind die Suffragetten?

Aufgeteilt in Kleingruppen wurden die Fragen beantwortet. Nicht immer konnte man sich auf eine sinnvolle Antwort einigen, so waren manche Gruppen der Ansicht, das Zitat: „Ich erhebe meine Stimme – nicht um zu schreien, sondern um für die zu sprechen, die keine Stimme haben.“ stamme von der Queen oder Helene Fischer. Auch der Begriff Suffragetten wurde diskutiert, u.a. die Möglichkeit, dass es sich beim Quiz um einen Rechtschreibfehler handeln muss und eigentlich die Suff-Fregatten gemeint seien. Das ist das schöne bei uns, jeder kann seiner Meinung freien lauf lassen und es wird darüber eine freundliche und sinnvolle Diskussion geführt.

Nach knapp 2 Stunden ging die Pub-Quiz-Challenge zu Ende und konnte mit der Kür einer Siegergruppe gelungen abgeschlossen werden. Im Anschluss ging es noch, wie nach den meisten Aktiventreffen der GJ, in eine freie Diskussions- und Spielerunde, mit dem einige Mitglieder den Abend abgerundet haben.

Wen es jetzt in den Fingern kitzelt, sich selbst einmal an das Pub-Quiz zu machen, die werden hier fündig: Wir haben das Quiz online zur Verfügung gestellt, sodass jeder sein Wissen testen kann. Bist du auch so fit im Umgang mit dem Thema Feminismus, probier es ruhig aus – Viel Spaß!

Und solltest du merken, du magst solche Themen, willst gerne mehr wissen oder drüber diskutieren, schreib uns eine Nachricht wir freuen uns über dich!

Wer will – der kann! Wuppertaler Studie zeigt: Klimaneutralität 2035 ist machbar.

Im Rahmen des Aktiventreffens am 17.11.2020 haben wir uns mit der Studie des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt, Energie gGmbH auseinandergesetzt, die zeigt: Klimaneutralität ist in Deutschland bis 2035 machbar! Was genau gesagt wird, seht ihr hier:

Grüne Jugend wählt Zoe Mayer zur Spitzenkandidatin

Unsere langjährige Sprecherin Zoe Mayer wurde bei der vergangenen Landesmitgliederversammlung zur Spitzenkandidatin für die Bundestagswahlen nominiert. Wir freuen uns darüber sehr!

Unsere Pressemitteilung:

„Die Grüne Jugend Baden-Württemberg hat die Karlsruher Gemeinderätin Zoe Mayer als Spitzenkandidatin für die Bundestagswahlen 2021 nominiert. Gemeinsam mit dem Sindelfinger Tobias B. Bacherle wurde sie am vergangenen Samstag von der Landesmitgliederversammlung in Tübingen gewählt.

Die Vorsitzende der Grünen Fraktion im Karlsruher Gemeinderat zeigt sich dankbar für das Vertrauen: „Ich freue mich sehr über diese Wahl. Mir ist es ein wichtiges Anliegen, gemeinsam mit und für junge Menschen in die Bundestagswahl zu starten.“ Die 25-Jährige ist seit 2014 bereits Stadträtin und seit der Gemeinderatswahl 2019 grüne Fraktionsvorsitzende.

Schon am Dienstag wurde Zoe Mayer von der Grünen Jugend in Karlsruhe als Spitzenkandidatin nominiert. „Bei dieser Wahl werden die Weichen für unsere Zukunft gestellt. Wir müssen Krisen wie den rasant voranschreitenden Klimawandel endlich ernst nehmen. Besonders die jungen Generationen werden sonst noch lange mit den Auswirkungen leben müssen. Wir sind uns sicher, dass Zoe Mayer diese Herausforderungen im Bundestag angehen wird.“, sagte Elly Reich aus dem Vorstand der Grünen Jugend Karlsruhe. 

„Mir ist es ein wichtiges Anliegen, gemeinsam mit und für junge Menschen in die Bundestagswahl zu starten.“

Durch das Votum der Landesmitgliederversammlung setzt sich der Landesvorstand der Grünen Jugend der Partei gegenüber für eine hohe Platzierung auf der Landesliste für die Bundestagswahl ein. Die am Samstag erhaltene Unterstützung ist nun ein wichtiges Signal für die Aufstellung der Landesliste auf dem Landesparteitag im Frühjahr 2021 und für die Bundestagsnominierung im Wahlkreis Karlsruhe Mitte Oktober. 

Als Kandidatin der Grünen Jugend wird sie von dem Verband auch aktiv im Wahlkampf unterstützt.“

Sommerpause & Neumitgliedertreffen

Wir wünschen Euch allen erholsame Sommer- bzw. Semesterferien, einen tollen Urlaub oder einen schönen Sommer!

Nach diesem turbulenten Corona-Frühjahr sind wir reif für die Sommerpause. Wir sind erleichtert, dass wir die komische Corona-Situation gemeinsam mit unseren Mitgliedern irgendwie meistern konnten und sind gespannt, wie es nach dem Sommer weitergeht.

Unser nächstes Aktiventreffen findet am 15. September statt. Ob online oder „in Echt“ entscheiden wir entsprechend der Situation im September.

Da es bis September aber noch eine Weile ist, möchten wir allen Neumitglieder, vor allen denen, die bisher noch nie oder nur bei einem „realen“ Aktiventreffen waren, die Möglichkeit geben, uns kennenzulernen und uns Fragen zu stellen.

Ihr seid daher herzlich zu unserem Neumitglieder- und Interessierten-Treffen am 13. August um 17 Uhr im Schlossgarten eingeladen! Ihr erkennt uns an der Grünen-Jugend-Fahne.

Bei Fragen könnt ihr uns gerne eine Mail an ka-vorstand[at]gruene-jugend-karlsruhe.de schreiben oder eine kurze Nachricht auf Instagram.

Eure Grüne Jugend Karlsruhe