Wir warnen davor, dass PEGIDA in Karlsruhe Fuß fasst. Zum PEGIDA-Aufmarsch am 24. Februar kamen nach Polizeiangaben rund 200
Anhänger der rechten Bewegung zusammen; für den 3. März ist bereits die nächste Demonstration geplant. Die Grüne Jugend Karlsruhe wird gemeinsam mit dem Netzwerk gegen Rechts, wie auch am letzten Dienstag, für ein weltoffenes und buntes Karlsruhe demonstrieren, um ein starkes Zeichen gegen die menschenverachtenden Parolen der PEGIDA-Anhänger zu setzen.

„Es kann nicht sein, dass PEGIDA hinter vorgeschützter Besorgnis langfristig das Klima in einer offenen Stadt wie Karlsruhe vergiftet“, erklärt Lisa Merkens, Pressesprecherin der Grünen Jugend Karlsruhe. Michel von Czettritz und Neuhaus fügt hinzu: „Zur letzten PEGIDA-Demonstration sind bereits 200 Menschen gekommen. Karlsruhe darf kein Standbein PEGIDAs werden, deshalb müssen wir frühzeitig deutliche Signale gegen fremdenfeindliche Spaziergänge senden.“

Die Grüne Jugend Karlsruhe wird es nicht zulassen, dass PEGIDA oder ähnliche Gruppierungen ihre populistischen Hetze ohne Gegenstimmen auf den Straßen Karlruhes verbreiten können. Die Gefährlichkeit der Demonstration des vergangenen Dienstags wird deutlich, wenn man weiß, dass nicht allein „besorgte Bürger*innen“, sondern auch Gruppierungen wie „Die Rechte“ oder „Die Berserker Pforzheim“ mit durch Karlsruhe „spazierten“ – Gruppen, welche in der Vergangenheit mehrfach durch Übergriffe und Vandalismus aufgefallen sind. Ihre Positionen sind ganz offen rassistisch und sie schrecken auch vor Gewalt bei Demonstrationen nicht zurück.

Karlsruhe nimmt durch die hier befindliche Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge (LEA) des Landes Baden-Württemberg eine Schlüsselposition im süddeutschen Raum ein. Den Einwohner*innen der Stadt obliegt daher eine besondere Verantwortung für schutzbedürftige, vor Krieg und Armut geflohenen Menschen. Da sie in Karlsruhe zum ersten Mal Deutschland erleben, sollte dies eine positive Erfahrung von gefahrloser und offener Atmosphäre sein.