Die Grüne Jugend äußert ausdrückliche Kritik am Vorgehen der Polizei am 19.05. gegenüber Demonstrant*innen. Anlass dazu ist der Vorfall am Lidellplatz bei den Demonstrationen gegen Pegida. Dabei überstieg die Polizei wegen in 70 Meter Entfernung in Richtung Absperrung laufenden Gegendemonstrant*innen die Hamburger Gitter, um die Gegendemonstrant*innen über 50 Meter vor der Absperrung zum Halten zu bringen. Die Polizist*innen begaben sich somit in eine unsichere Situation und trugen zur Eskalation der Lage bei.

Nach einem Moment des Abwartens versuchten die Beamt*innen die Demonstrant*innen weiter zurückzudrängen. Dabei setzten sie Pfefferspray ein, schubsten Demonstrant*innen zusammen und traten auf bereits am Boden Liegende ein. Auch unbeteiligte Personen nahmen Schaden durch Pfefferspray und Körpereinsatz der Polizei. Ein weiterer Polizeizug bahnte sich von der gegenüberliegenden Seite einen Weg durch die Menge und trat und schubste die Gegendemonstrant*innen zur Seite.

Das planlose Vorgehen der Polizei und der ziellose Einsatz von Gewalt führen zu unnötigen Eskalationen und heizen die Stimmung bei Demonstrationen auf. Wir fordern von der Polizei eine ehrliche, transparente und gründliche Aufarbeitung des Vorfalls und hoffen, solche Situationen in Karlsruhe niemals wieder sehen zu müssen.