Wusstet ihr, dass zwischen 2014 und dem 1.Oktober 2018 – also nur ein bisschen weniger als vier Jahre – 56 800¹ Menschen auf der Flucht gestorben oder verschwunden sind?

Wir waren heute auf der Straße am Ludwigsplatz und haben mit Menschen über die Thematik gesprochen. Anlass dafür war unter Anderem der Vortrag von Erik Marquardt der am kommenden Donnerstag statt findet(mehr Infos dazu hier).

„Noch immer sterben tausende Menschen im Mittelmeer. Allein 2018 wurden sind schon
über 2000 Leichen entdeckt, vermutlich liegt die Zahl der Toten aber viel höher. Mehrere
Nichtregierungsorganisationen haben sich deswegen seit 2015 zur Aufgabe gemacht, möglichst
viele Menschen aus Seenot zu retten. Doch statt den Retterinnen und Rettern zu danken, werden
auch sie immer mehr zum Spielball großer Politik. Sie sehen sich Vorwürfen ausgesetzt, werden
von der libyschen Küstenwache bedroht, teilweise wird gegen sie aufgrund von illustren
Anschuldigungen ermittelt. Es scheint, als würde alles unternommen, um zu verhindern, dass
Menschen möglichst nicht ertrinken müssen. Wer rettet, schreckt nicht ab. Wer rettet, beteiligt
sich nicht an der Festung Europa.“

¹Quelle: apnews.com